Über
Sandra Roberts
Wachstum beginnt oft dort,
wo das Vertraute endet.

Ein Weg, den ich nicht geplant hatte – und eine Berufung, die ich unterwegs fand.
Mein beruflicher Weg verlief nie geradlinig. Eine Gelegenheit führte zur nächsten – oft in Richtungen, die ich so nicht erwartet hätte.
Nach der Schule arbeitete ich zunächst als Flugbegleiterin – zum einen, weil ich die Welt entdecken wollte, zum anderen, weil ich einfach noch nicht wusste, wohin mich mein Leben beruflich führen sollte. Ich wusste nur, dass ich irgendwo anfangen muss. Und irgendwie wurde genau das zum roten Faden meiner beruflichen Laufbahn:
Ich wusste nicht immer genau, wohin mein Weg mich führen würde. Aber ich blieb offen für das, was als Nächstes kam.
Es ergab sich die Möglichkeit, Luftverkehrsmanagement zu studieren, gefolgt von der Chance, beim Aufbau eines Start-ups mitzuwirken. Weil ich noch besser verstehen wollte, wie Unternehmen funktionieren und was Menschen antreibt, absolvierte ich später einen MBA mit Schwerpunkt Organisational Behaviour.
Irgendwann entschied ich mich, eine sichere Anstellung aufzugeben, ohne genau zu wissen, wie es danach weitergehen würde. Auf meinem Weg entdeckte ich mein Interesse an Psychologie und Coaching und absolvierte eine Ausbildung zur Psychologischen Beraterin und zum Business Coach.
Der Anruf eines Headhunters veränderte alles und führte mich schließlich in die Konzernwelt. Über die Jahre entwickelte sich meine Karriere weiter, bis ich schließlich die Rolle als HR Director in einem Unternehmen mit 1.500 Mitarbeitenden übernahm.
Rückblick
Rückblickend erkenne ich, dass sich eines wie ein roter Faden durch meinen beruflichen Weg zieht: die Menschen.
Schon als Flugbegleiterin war es mir wichtig, dass sich Menschen wohl und sicher fühlen. Damals hätte ich nicht gedacht, dass mich genau das durch meine gesamte Karriere begleiten würde – ob bei der Entwicklung von Führungskräften, der Gestaltung von Workshops oder der Begleitung von Mitarbeitenden und Unternehmen in herausfordernden Situationen.
Im Laufe der Zeit vertrauten sich mir immer häufiger Menschen mit Themen an, die nicht immer einfach waren: berufliche Entscheidungen, Zweifel in der Führungsrolle, Konflikte am Arbeitsplatz oder Phasen der Unsicherheit. Dabei merkte ich, dass es oft genau diese Gespräche waren, die mir besonders am Herzen lagen.
Zuhören. Fragen stellen. Neue Perspektiven eröffnen. Manchmal auch kritisch hinterfragen. Und manchmal einfach nur den Raum geben, Gedanken laut auszusprechen, um Klarheit zu gewinnen.
Rückblickend wurde mir klar, dass mich schon immer zwei Dinge besonders fasziniert haben: zu verstehen, wie Unternehmen funktionieren und was Menschen bewegt.
Im Coaching und in der HR-Beratung kann ich diese beiden Interessen miteinander verbinden. Einerseits begleite ich Menschen ganz individuell bei ihren persönlichen und beruflichen Herausforderungen. Andererseits nutze ich meine Erfahrung, um Führungskräfte und Unternehmen dabei zu unterstützen, auch komplexe Situationen erfolgreich zu meistern.
Und das Schönste daran? Ich muss mich nicht zwischen beiden entscheiden.

Warum es sich lohnt, Abstand zu gewinnen
Reisen war schon immer ein wichtiger Teil meines Lebens. Über die Jahre hatte ich immer wieder die Möglichkeit, längere Zeit im Ausland zu verbringen, neue Orte und Kulturen kennenzulernen und Einblicke in unterschiedliche Lebensweisen zu gewinnen. Zuletzt habe ich mir die Zeit genommen, für eine Weile um die Welt zu reisen.
Für mich ging es beim Reisen nie darum, vor etwas davonzulaufen. Vielmehr darum, Abstand vom Alltag zu gewinnen, den Kopf freizubekommen, eigene Sichtweisen zu hinterfragen und mir bewusst zu machen, was ich wirklich möchte.
Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum es mir so wichtig ist, anderen Menschen genau diesen Raum zu geben. Dafür muss man nicht gleich um die Welt reisen. Manchmal reicht es schon, einen Schritt zurückzutreten, Abstand zu gewinnen und die Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Mit 19 hatte ich noch keine Ahnung, was ich mit meinem Leben anfangen wollte. Dass ich einmal als Coach und Beraterin arbeiten würde, stand jedenfalls nicht auf meinem großen Karriereplan – vor allem, weil es diesen Plan gar nicht gab.

Wie alles zusammengefunden hat
Vor Kurzem habe ich Deutschland verlassen und damit mein Zuhause, meine Wohnung und eine sichere, über Jahre aufgebaute Karriere hinter mir gelassen, um in Großbritannien ein neues Kapitel zu beginnen.
Es war aufregend, aber auch mit Ängsten verbunden. Und auch wenn ein Neuanfang nicht immer einfach war, hat er mir Möglichkeiten eröffnet, die ich sonst vielleicht nie in Betracht gezogen hätte.
Wenn ich heute zurückblicke, erscheinen mir die verschiedenen Stationen, Umwege und unerwarteten Wendungen meines Lebens gar nicht mehr so zufällig. Jede Erfahrung hat mir etwas über Menschen, Veränderungen, Unsicherheit und darüber beigebracht, meinen eigenen Weg zu finden.
Heute bringe ich all diese Erfahrungen in meine Arbeit ein. Dabei verbinde ich mein berufliches Wissen mit den persönlichen Erfahrungen und Perspektiven, die ich auf meinem Weg gewonnen habe.
Und wenn ich auf meinem eigenen Weg eines gelernt habe, dann ist es das:
Manchmal braucht es nur 1 % mehr Mut als Angst.
